Der richtige Zeitpunkt
Als Faustregel gilt: Viele Laubhecken, zum Beispiel aus Hainbuche, Liguster oder Buche, werden im Frühsommer rund um Johanni (24. Juni) in Form geschnitten. Je nach Wuchs folgt im Spätsommer ein zweiter, leichter Schnitt. Nadelhecken wie Thuja schneidet man meist im Frühjahr und noch einmal im Spätsommer.
Entscheidend ist am Ende die Pflanzenart – deshalb schaue ich mir Ihre Hecke an, bevor wir einen Termin festlegen.
Schnittverbot im Sommer und Schutz der Vögel
Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Hecken und Gebüsche nicht radikal zurückgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden (§ 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz). Erlaubt bleiben schonende Form- und Pflegeschnitte, die nur den Zuwachs entfernen. Brütende Vögel sind außerdem das ganze Jahr über geschützt: Vor jedem Schnitt sollte eine Hecke auf Nester kontrolliert werden.
Bei Zweifeln im Einzelfall gibt die untere Naturschutzbehörde Ihrer Stadt Auskunft.
Lieber öfter wenig als einmal zu viel
Nadelhecken wie Thuja treiben aus kahlem, altem Holz meist nicht wieder aus. Ein zu tiefer Schnitt lässt sich dann nicht mehr korrigieren. Wer regelmäßig nur den frischen Zuwachs wegnimmt, hält die Hecke dicht und vermeidet kahle Stellen.